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24. November 2015

DIE LINKE fordert Aufnahme des Karniner Bahnprojektes in den Bundesverkehrswegeplan 2015

In den nächsten Wochen entscheidet das Bundesverkehrs- ministerium über die Aufnahme der eingereichten Verkehrsprojekte für den Bundesverkehrswegeplan 2015. Das Karniner Bahnprojekt auf Usedom ist dafür angemeldet und wird aktuell genauer geprüft. Dazu erklärt die Bundestagsabgeordnete Kerstin Kassner im Namen der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern:

„Wir erwarten die Aufnahme des Karniner Bahnprojektes in den vordringlichen Bedarf des neuen Bundesverkehrswegeplans 2015. Das Bauprojekt ist für Mecklenburg-Vorpommern und die Küstenregion von besonderer Bedeutung. Dafür werden meine Kollegen der Fraktion und ich mich in den weiteren Verhandlungen im Bundestag und im Verkehrsausschuss des Bundestages intensiv einsetzen. Der große Nutzen des Bahnprojektes für Usedom und für die vielen Besucher der Ferieninsel ist unzweifelhaft. Zum einen würde eine schnelle und direkte Bahnverbindung den Autoverkehr verringern und damit vor allem Wolgast entlasten, zum anderen würden Bahnfahrer bei Wiederinbetriebnahme der direkten Fernbahnstrecke erheblich schneller, sicherer und preiswerter Usedom und seine Seeheilbäder und Ferienorte erreichen. Weniger Staus und Autoabgase auf der beliebten Ferieninsel und eine Fahrtzeit Berlin-Usedom von zwei Stunden sind machbar und überfällig. Das Karniner Bahnprojekt steht für einen umweltschonenden Tourismus und bietet die Chance für eine intensivere grenzüberschreitende Zusammenarbeit – sowohl verkehrlich als auch wirtschaftlich – zwischen Deutschland und Polen.

“Seit langem fordert DIE LINKE im Bundestag mehr Mittel für den Schienenausbau. Die Bundesregierung setzt einseitig auf den Straßenausbau und vernachlässigt eine kundenfreundliche Bahn und sinnvolle Investitionen in den Fernverkehr in MV und den ÖPNV. Für zweifellhafte Großprojekte wie Stuttgart 21 werden Milliarden vom Bund bereitgestellt, die dann andernorts fehlen. Der neue Bundesverkehrswegeplan muss ein Zeichen für den Bahnverkehr und gegen Straßenneubau setzen.“