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13. Januar 2015

Der Wolf hat sich selbst demaskiert

Am vergangenen Montag, den 12.01.2014, kam es in Mecklenburg-Vorpommern zu den ersten „Spaziergängen“ des lokalen PEGIDA-Ablegers MVGIDA. Hierzu mobilisierte das Organisationsteam nach Schwerin und Stralsund. Auf Rostock wollte man kurzfristig und ohne Angabe von Gründen verzichten, wohl auch, weil dort eine Woche vorher rund 800 Menschen gegen Fremdenfeindlichkeit und für eine offene Gesellschaft auf die Straße gingen.

In Schwerin demaskierten sich die MVGIDA-Demonstrant*Innen noch bevor ihr Protestzug überhaupt gestartet war. Hierzu der Sprecher der Hochschulgruppe DIE LINKE.SDS Rostock Phillip Bock: „Den Menschen, die mit bekennenden NPD-Mitgliedern und anderen überzeugten Neonazis, wie Udo Pastörs, Stefan Köster oder Thomas Wulff zusammen demonstrieren. Denen, die sich in keiner Weise von dem Gedankengut jener Leut, das an dem Abend auch in Sprechchören wie „Frei, sozial und national“ oder „Antisemiten kann man nicht verbieten!“ mehrfach zu vernehmen war, distanzieren. Diesen Menschen sei gesagt, dass sie sich nicht zu wundern und noch weniger darüber zu beschweren haben, wenn sie als das bezeichnet werden, was sie sind – Rassistinnen und Rassisten.“

Benjamin Baumann, Mitglied im Rostocker Kreisvorstand der Partei DIE LINKE., ergänzt: „Das in Schwerin war gewiss nicht die bürgerliche Mitte, als die sich die Organisatorinnen und Organisatoren ja immer gerne gerieren. Vielmehr folgten dem Demo-Aufruf von MVGIDA größtenteils junge Männer, die sich nicht nur durch Sprechchöre, sondern auch durch szenetypische Kleidung eindeutig dem rechtsextremen Spektrum zuordnen ließen. Dazu kommt das Schaffen einer Angst vor dem Islam, die absolut unbegründet ist und lediglich die Ressentiments der Menschen bedient.“

Wir als Partei DIE LINKE. werden uns auch zukünftig dieser „Bewegung“ mit vielen anderen in den Weg stellen, um auch weiterhin deutlich zu machen, dass Mecklenburg-Vorpommern ein weltoffenes und tolerantes Bundesland ist. Wir werden auch weiterhin den selbsternannten Rettern des Abendlandes entgegen schreien „Ihr seid nicht das Volk!“.

 

Phillip Bock und Benjamin Baumann