13. Mai 2016

Nach starkem Wachstum braucht die Tourismusbranche jetzt eine sozial und ökologisch nachhaltige Entwicklung

Wie aus einer Mitteilung der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) unter Berufung auf Angaben des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, ist das Volumen von Übernachtungen ausländischer Gäste in Deutschland im ersten Quartal 2016 auf 15 Millionen gestiegen. Im März stieg dieser Wert zugleich im 77. Monat in Folge.

Dazu erklärte Kerstin Kassner, tourismuspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag: "Natürlich freue ich mich über die Beliebtheit die Deutschland als touristisches Ziel inzwischen weltweit erreicht hat. Wir spüren diesen starken Zuspruch ausländischer Gäste auch in Mecklenburg-Vorpommern und ganz besonders auf der Insel Rügen. Die Branche ist insgesamt in den vergangenen Jahren stark gewachsen." Die Abgeordnete wies weiter auf die Herausforderungen der kommenden Entwicklung hin: "Wir sollten jetzt in keinem Fall einfach nur auf weiteres Wachstum bei der Zahl der Ankünfte und Übernachtungen setzen und nach mehr Betten und Hotels rufen. Mecklenburg-Vorpommern hatte schon 2014 mehr als 32 Millionen Übernachtungen. Insbesondere auf den Inseln Rügen und Usedom werden allmählich Belastungsgrenzen erreicht. Auch der Tourismusverband Rügen fordert einen Stopp des Bettenwachstums. Ein modernes Tourismusmanagement muss eine regional abgestimmte Besucherlenkung und umweltfreundliche Mobilitätskonzepte ebenso mitdenken wie den Schutz und Erhalt von Kulturgütern und die Bewahrung der regionalen Identität. Als Rüganerin möchte ich, dass sich die Touristen wohlfühlen und die Menschen auf der Insel Zukunftsperspektiven durch gute Arbeit und die Möglichkeit zu einem guten Leben haben. Mit einer Fokussierung auf endloses Wachstum werden wir beide Ziele nicht erreichen."

Nach den Angaben des Statistischen Landesamtes Mecklenburg-Vorpommern (jüngste Daten von 2014) boten die etwa 2800 Beherbungsbetriebe und 200 Campingplätze im Land circa 380000 Schlafgelegenheiten an. Die Werte nehmen im langjährigen Vergleich kontinuierlich zu.

Quelle: http://www.die-linke-rostock.de/presse/detail/browse/3/artikel/nach-starkem-wachstum-braucht-die-tourismusbranche-jetzt-eine-sozial-und-oekologisch-nachhaltige-entwicklung-1/