2. Januar 2018

"Time's Up Now" Kampagne als Signal verstehen

Die Landesvorsitzenden der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern, Brüdgam und Koplin, begrüßen die von US Künstlerinnen initiierte Kampagne "Time's Up Now". Sie sprechen sich dafür aus, diese Initiative auch hier zu Lande als eine Chance für einen neuerlichen Vorstoß zur Herstellung von Gleichstellung zu nutzen. Die beiden Landesvorsitzenden heben hervor, dass die "Time's Up Now" Kampagne ermuntert, sich aktiv gegen sexualisierte Gewalt zur Wehr zu setzen und Betroffenen zu helfen.

Gleichzeitig, und das ist das Besondere, wird mit dieser Kampagne die soziale Frage aufgeworfen. Mit " Time's Up Now" wird die Männerdominanz in Vorstandsetagen und die schlechtere Bezahlung von Frauen angeprangert. Bei Beidem, so die Landesvorsitzenden, handelt es sich um Missstände, die auch in Mecklenburg-Vorpommern anzutreffen sind. 

Frauen bekommen gegenüber Männern durchschnittlich 21% weniger Lohn für gleichwertige Arbeit. Dass seit einiger Zeit geltende "Entgelttransparenzgesetz", nachdem Frauen Einsicht in Lohnlisten bekommen können, um sich mit der Entlohnung von Männern vergleichen zu können, ist geradezu ein Witz. Tatsächliche Transparenz müssten sie in den meisten Fällen einklagen, da das Gesetz eine solche nur für Konzerne vorsieht. Abgesehen davon, ist es auch in M-V um die Besetzung von Vorständen und Führungspositionen durch Frauen schlecht bestellt. Nicht einmal die Landesbehörden gehen mit gutem Beispiel voran.

Die Landesvorsitzenden, Brüdgam und Koplin, vertreten die Auffassung, dass es höchste Zeit für eine plurale und solidarische Gesellschaft ist, in der die Geschlechter gleichgestellt sind. Die "Time's Up Now" Kampagne ist auch etwas für unser Land!

Quelle: http://www.die-linke-rostock.de/presse/detail/artikel/times-up-now-kampagne-als-signal-verstehen-1/