1. November 2012

Grundsätzliches zu den Theatermodellen

Bildungsminister Brodkorb und sein Staatssekretär Schröder fordern die Träger der Theater auf, sich zu einem der vorliegenden METRUM-Modelle zu bekennen. Alternative Modelle hat die Koalition aus SPD und CDU bisher nicht angenommen. Dazu erklärt der Landesvorsitzende der LINKEN in M-V, Steffen Bockhahn:

"Das Ministerium verlangt, dass die betroffenen Kommunen nicht nur über das eigene Schicksal, sondern auch über das anderer Theaterstandorte entscheiden. Dabei will Minister Brodkorb nicht eine Weiterentwicklung der Kulturlandschaft, sondern den Abriss.
Als läge ein scharfes Messer auf dem Tisch und dazu ein Bündel Geld. Jetzt dürfen alle selbst entscheiden, was und wie sie sich abschneiden, um anschließend das Geld zu nehmen. Die Landesregierung setzt auf Entsolidarisierung, Kannibalismus unter Kulturschaffenden und die Angst vor Verlust bei den Kommunen. Rette sich, wer sich retten kann! Das ist hochgradig unanständig von Minister Brodkorb und keinesfalls visionär oder gar nachhaltig.

Anstatt Millionenbeträge für Abfindungen zur Seite zu legen, sollte die Landesregierung in die Leistungsfähigkeit der Theater und Orchester investieren. Brodkorb und Schröder machen Angebote zum Abbau von Arbeitsplätzen statt Qualität in der Kulturlandschaft zu finanzieren. Das ist nur eines: kulturlos. Darunter sollte jedoch nicht das ganze Land leiden müssen.“

Quelle: http://www.die-linke-rostock.de/presse/detail/artikel/grundsaetzliches-zu-den-theatermodellen/